Babypflege – Der große Guide rund ums Baden, Nägel schneiden und Co.

Badeente für Baby liegt auf Waschbecken

1. Babys Baden

Wann darf ich mein Baby zum Ersten Mal baden?

Dein Baby darf erst gebadet werden, wenn die Nabelschnur komplett abgefallen sowie trocken und verheilt ist. Deine Hebamme kontrolliert den Heilungsprozess, gibt dir Bescheid, wann das erste Bad ansteht und begleitet dich eventuell sogar dabei.

Wie oft sollte ich mein Baby baden?

Um die zarte Babyhaut zu schonen, solltest du dein Baby in den ersten Monaten nicht zu häufig baden. Idealerweise spricht man von 1-2 Mal die Woche. Sollte sich dein Baby dreckig gemacht haben, kannst du es auch alternativ mit einem nassen Waschlappen säubern.

Wie lange sollte ich mein Baby baden?

Im ersten halben Jahr sollte dein Baby nicht zu lange im Wasser sein, um Unterkühlungen zu vermeiden. Im ersten Monat kannst du es etwa 5 Minuten baden und bis zum sechsten Monat jeweils 5 Minuten pro Monat dazu rechnen. Sollte das Badewasser jedoch kälter, dein Baby sehr unruhig, oder die Lippen blau werden, brich das Baden schon vorher ab. 

Was brauche ich um mein Baby zu baden?

Wie bade ich mein Baby?

  1. Lege direkt neben der Badewanne das Handtuch, eine frische Windel und Kleidung bereit.
  2. Lasse das Badewasser auf 37°C-38°C ein und überprüfe die Temperatur mit dem Badethermometer (das Wasser entspricht der Körpertemperatur, wenn du die Hand ins Wasser hältst solltest du also keine Wärme oder Kälte fühlen).
  3. Falls dein Baby trockene Haut hat, kannst du ein paar Tropfen Babyöl (geruchsneutral) oder Olivenöl (Geruch bleibt an Baby hängen) zum Wasser hinzufügen. Aber Vorsicht, dein Baby wird dadurch rutschiger.
  4. Lege dein Baby ins Wasser. Lege dabei deinen linken Arm unter den Kopf des Babys und umfasse mit der linken Hand den linken Arm deines Babys. Die rechte Hand hast du somit frei, um das Baby abzuwaschen.
  5. Achte darauf, alle Falten zu säubern, auch die unterm Hals. Säubere dein Baby insbesondere auch hinter den Ohren, unter zwischen Fingern und Zehen, sowie im Windelbereich.
  6. Hebe dein Baby aus der Wanne auf das Handtuch, wickle es ein und tupfe es komplett trocken. Im Winter ist es ideal, wenn du dein Baby unter der Wärmelampe abtrocknen und anziehen kannst.

Sicherheitshinweis: Füge niemals Wasser hinzu, während sich dein Baby in der Wanne befindet, weil hierfurch eine Verbrühungsgefahr besteht. Lasse dein Baby beim Baden niemals unbeaufsichtigt.

2. Babys Nägel schneiden

Wann soll ich die Nägel meines Babys zum ersten Mal schneiden?

Hebammen und Kinderärzte empfehlen, Babynägel erst nach etwa 4-6 Wochen zu schneiden. Davor sind die Nägel noch mit dem Nagelbett verwachsen, das Schneiden kann also zu Verletzungen führen.

Wie oft muss man Babynägel schneiden?

Babynägel wachsen schneller als bei Erwachsenen. Fingernägel musst du je nach Wachstum  ca. alle 2 Tage schneiden, bei den Zehennägeln reicht meist alle 2-3 Wochen.

Was brauche ich zum Nägel schneiden?

Babynagelschere (mit abgerundeten Ecken)

Wie schneide ich die Nägel?

Schneide die Nägel, wenn dein Baby gerade entspannt ist oder sogar schläft. Greife dir ein Fingerchen und schneide die Nägel rund. Du kannst dabei auch schrittweise vorgehen.

Extratipp: Singe beim Schneiden immer das gleiche Lied. Zum einen ist dein Baby abgelenkt und konzentriert sich auf deine Stimme, zum anderen verbindet es das Schneiden mit dem Lied und lernt auch in Zukunft, ruhig liegen zu bleiben.

Was mache ich, wenn sich mein Baby kratzt?

Sollte sich den Baby vor dem Ablauf von 4 Wochen kratzen, kannst du scharfe oder überschüssige Kanten vorsichtig mit einer Kindernagelschere abpfeilen. Der Tipp unserer Hebamme: Nutze zum Abpfeilen das Lederetui eines Handys, das ist weich genug, um die Nägel nicht zu verletzen. 

3. Babys reinigen

Wie reinige ich die Ohren meines Babys?

Dringe niemals in den Gehörgang deines Babys ein – auch nicht mit Wattestäbchen. Ohrenschmalz erfüllt eine wichtige Schutzfunktion und wird vom Körper deines Babys ganz von selbst nach außen transportiert.

Für die Pflege reicht es völlig aus, die Ohrmuschel vorsichtig von außen zu reinigen. Verwende dazu ein weiches, feuchtes Tuch oder einen Waschlappen und streiche sanft über die Haut. Achte dabei auch auf die kleinen Hautfalten.

Wichtig: Vergiss nicht, regelmäßig hinter den Ohren zu reinigen. Dort sammeln sich leicht Milchreste, Schweiß und Hautschüppchen, die zu Hautreizungen führen können.

Wie reinige ich die Nase meines Babys?

In den meisten Fällen musst du die Nase deines Babys gar nicht aktiv reinigen. Die Nasenschleimhaut reguliert sich selbst. Wenn die Nase jedoch stark verstopft ist und dein Baby schlecht Luft bekommt, kannst du unterstützend eingreifen:

  1. Gib ein paar Tropfen Kochsalzlösung in die Nase, um den Schleim zu lösen.
  2. Anschließend kannst du vorsichtig einen Nasensauger verwenden.

Es gibt verschiedene Varianten:

Den effektivsten und gleichzeitig gut kontrollierbaren Unterdruck erreichst du in der Regel mit einem manuellen Nasensauger mit Mundstück, da du die Saugstärke selbst fein dosieren kannst. Allerdings kannst du dich damit leichter anstecken. Das Modell für den Staubsauger ist eine sehr gute Alternative und geht schnell, was sehr vorteilhaft ist, wenn sich das Baby wehrt. Bei dem Modell mit der Handpumpe hingegen erreicht man schlechter den benötigten Druck.

Wie reinige ich Hautfalten richtig?

Hautfalten sind bei Babys besonders empfindlich, weil sich dort leicht Feuchtigkeit, Milchreste, Schweiß und Hautschüppchen sammeln. Wenn diese Stellen nicht regelmäßig gepflegt werden, kann es schnell zu Rötungen oder Reizungen kommen.

Achte besonders auf Halsfalten, Achseln, Leistenbereich, Kniekehlen und hinter den Ohren. Da Hautfalten eher trocken gehalten werden sollten, brauchst du in den meisten Fällen keine Cremes. Reinige die Hautfalten am besten einmal täglich im Rahmen der normalen Pflege – oder öfter, wenn dein Baby stark schwitzt oder gespuckt hat:

  1. Verwende ein weiches, feuchtes Tuch oder einen Waschlappen mit lauwarmem Wasser.
  2. Öffne die Hautfalte vorsichtig mit den Fingern und wische sanft hindurch – ohne zu reiben.
  3. Ganz wichtig: Trockne die Stelle anschließend gründlich, aber behutsam ab (z. B. mit einem weichen Handtuch oder Mulltuch).

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